Kontaktlinsen
Ebenso wie die Brille handelt es sich bei Kontaktlinsen um Sehhilfen, die Korrekturen bei Fehlsichtigkeiten korrigieren können. Kontaktlinsen können in praktisch allen Formen von Fehlsichtigkeiten eingesetzt werden, von der Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus bis zur Presbyopie. Selbst komplizierte Fehlsichtigkeiten wie Keratokonus oder Keratoglobus können durch den Einsatz von Kontaktlinsen korrigiert werden.
Grundsätzlich werden harte und weiche Konatktlinsen unterschieden, wobei bei modernen Kontaktlinsen auch schon Hybridformen existieren, die die Vorteile beider Varianten kombinieren.
Die Wurzeln der Kontaktlinse liegen bereits im 17. Jahrhundert. Im Jahr 1636 beschrieb der französische Philosoph und Naturwissenschaftler René Descartes eine Idee von einer Linse, die direkt im Auge getragen wird. Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Konatktlinsen, sogenannte Skleralschalen, aus Glas hergestellt. Diese erste Form von Kontaktlinsen war mit einem Durchmesser von 23mm und dem verwendeten Material Glas alles andere als komfortabel zu tragen. Schliesslich konnte durch den Einsatz von Acrylglas in den Vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts erste Kontaktlinsen mit einem Durchmesser von 10mm gefertigt werden, die auch Tragezeiten von 10 bis 12 Stunden ermöglichten.
Der echte Durchbruch hinsichtlich Material und Tragekomfort wurde Anfang der 70er Jahre mit der Einführung weicher (flexibler) Kontaktlinsen erreicht. Weiche Kontaktlinsen haben die Fähigkeit, sich an die Hornhaut anzupassen und bieten damit erheblich besseren Tragekomfort. Ende der Siebziger Jahre kamen dann die ersten harten (formstabilen) sauerstoffdurchlässigen Kontaktlinsen auf den Markt.